ZUM SCHÄNGEL – Folge 1 – "Musical in Kowelenzer Modersprooch"

"Eine Kneipe im Herzen der Kowelenzer Altstadt: ZUM SCHÄNGEL. Ein Ort der Erholung und Entspannung – Nein. Weit gefehlt. Denn hier schwingt eine resolute Wirtin das Zepter, verzettelt sich die Köchin in Verzehlcher, während dä Debbekooche im Ofen verkohlt. Doch dies wäre ja vielleicht noch zu verkraften aber leider gibt es da noch dä Zogeräiste, die weibliche Ausgabe des kölschen Köbes, die Oberkellnerin, die nit uffhiert von ihren Wieh-wiecher zo verzehle. Ein unterhaltsames Musical in Kowelenzer Moddersprooch, das jeder, ob jung, ob alt verstehen kann, der des Rheinischen mächtig ist."
ZUM SCHÄNGEL – Folge 2 – "Wer lesen kann, ist klar im Vorteil"

Große Ereignisse werfen ihre Schatten auch in die wohlbekannte, gemütliche Kneipe im Herzen der Koblenzer Altstadt. Susanne hat den SCHÄNGEL von Waltraud übernommen und steht kurz vor der langersehnten Neueröffnung. Auch in der Stadtverwaltung stehen Neuerungen ins Haus: ein neuer Bürgermeister soll ernannt werden. Da aber keiner der Kandidaten bei den Rentnern Willi und Ernst punkten kann, wird kurzerhand der bekannte Stadtführer Herbert Kleffke als neuer Kandidat ins Rennen geschickt. Ernst und sein ‚Wahlkampfteam', zu dem auch der Strassenfeger Heinz stösst, sorgt schon dafür, dass der Mann mit der überwältigenden Mehrheit von 99,9 Prozent gewählt werden wird. Dass er dann nicht lange im Amt bleibt, weil er seinen Mitstreitern nach der Wahl in den Rücken fällt, dafür sorgt er dann auch.

Zu allem Überfluss glaubt Willi wegen einer Beule am A...llerwertesten fest daran, er habe nur noch wenige Tage zu leben. Daraufhin hält er die ganze Kneipenbesatzung über Tage und Nächte hinweg mit seinen letzten Wünschen in Atem.

Ganz nebenbei klärt der frühpensionierte Kommissar Becker den Fall des verschwundenen Fuffis auf, verliebt sich dabei über beide Ohren in die charmante Diebin Vanessa, die nicht nur die neue Bedienung, sondern wie sich heraustellt auch die uneheliche Tochter von Ernst ist – das Produkt eines folgenreichen Techtelmechtels seinerzeit auf dem Mayener Lukasmarkt!!!

Aber Weihnachten ist nun mal die Zeit der Wunder, und so wundert sich keiner, dass Willi am Heiligabend eine ‚Spontanheilung' erfährt, als er lernt, dass in einem medizinischen Befund ‚NEGATIV' nicht gleichbedeutend mit negativ ist!
ZUM SCHÄNGEL – Folge 3 – "Ein Kowelenzer Sommernachtstrauml"

Sommer 2007. Die Sonne brennt unbarmherzig auf Koblenz herab. Willi und Ernst agieren als Susannes Urlaubvertretung im SCHÄNGEL und haben sofort im Hinterhof der Kneipe einen urigen Biergarten eröffnet. Leider bleiben die als Kundschaft erhofften Touris aus. Statt dessen verirrt sich nur die hiesige Theaterintendantin Anne Schnitzel in diese Altstadtoase zwischen Plan und Münzplatz. Ernst muss natürlich der von der Lokalpolitik arg gebeutelten Frau unbedingt helfen. Um die Festungsspiele in Koblenz zu reanimieren bietet er spontan umfangreiche Hilfe an. Ein ‚Kowelenzer Sommernachtstraum' soll aufgeführt werden.

Nur leider mangelt es ihm dafür nicht nur an Darstellern sondern auch an den finanziellen Mittelen für die passende Ausstattung.

Nachdem ein Casting-Aufruf von Regie-Altmeister Ernst “Max Reinhardt“ Schneider im „Koblenzer Schängel“ – SchauspielerInnen gesucht , bevorzugt 90-60-90 – lediglich bei der atemberaubenden Sophie von Burg zu Berg Wirkung gezeigt hat, tritt Plan B in Kraft: alle weiteren Rollen werden einfach mit den vorhanden Kräften besetzt.

Willi muss als ‚Feuerwehrmann' nicht nur den Puck spielen, sondern alle anderen fehlenden Rollen obendrein- einschliesslich des unverzichtbaren Esels. Das heißt aber auch für Strassenfeger Heinz und die überraschend von ihrer Fastenwanderung im Himalaya zurückgekehrte Kellnerin Gabi Einsatz auf höchst ungewohntem Gebiet. Ungeachtet seiner langjährigen Erfahrung beim Krippenspiel gerät auch Kommissar a.D. Becker schneller als ihm lieb ist an seine Grenzen.

Nachdem der anstehende Sperrmülltermin und Heinz' Kleiderschrank die Probleme mit Bühnenbild und Kostüme gelöst haben, muss nur noch der Shakespearesche Text zwecks besserer Verständlichkeit im mundartlichen Sinne auf Vordermann gebracht werden.

Jetzt steht einer turbulenten Premiere, in der sich Shakespeares Werk in jeder Hinsicht als ausgesprochen belastbar erweist, nichts mehr im Wege!!! TOI TOI TOI ...
ZUM SCHÄNGEL – Folge 4 – „Cäsar und die verschwundenen Millionen"

Im „Schängel", dieser urigen Kneipe zwischen Münzplatz und Plan, ist immer was los. Sei es, dass sie von Schließung und Abriss bedroht wird, sei es, dass dort zukünftige Bürgermeisterkandidaten aus der Taufe gehoben werden oder dass die gesamte Stammbesetzung des Lokals mit einer Kowelenzer Variante des Sommernachtstraums die Koblenzer Festungsspiele reanimiert.

Und auch das Weihnachtsfest 2007 hält für die beiden Rentner Willi und Ernst, das Personal und die anderen Stammgäste wieder einige Überraschungen parat.

Denn Straßenfeger Heinz ist mit einem Lottogewinn zum reichsten Mann von Kowelenz aufgestiegen und zeigt es auch. Dass nicht alle mit dem „neuen“ Heinz einverstanden sind, versteht sich von selbst. Doch dies allein wäre ja noch zu verschmerzen, wäre da nicht Ernst, der seit einem Schlag auf den Hinterkopf nicht mehr Ernst ist, oder zumindest meint nicht mehr Ernst zu sein. Viele Probleme, die gelöst werden wollen und das alles in der Hoffnung, dass am Schluss der Weihnachtsbaum wieder brennt.

Auch in der 4. Folge des Mundartmusicals „Zum Schängel“ werden Geschichten, die die Stadt und die Welt bewegen, mit einer gehörigen Prise Humor, augenzwinkerndem Lokalpatriotismus und jeder Menge Musik auf die Bretter, die die Welt bedeuten, gebracht! Und das alles natürlich uff Kowelenzer Platt.

Und wie diese Geschichte um Willi, Ernst und die anderen Bewohner dieses gastronomischen Kleinods ausgeht, das entscheidet das Publikum. Denn Folge 4 ist interaktiv. Das Publikum bestimmt, wie die Geschichte verläuft. Und sollte es schief gehen, dann ist das Publikum schuld.
ZUM SCHÄNGEL – Folge 5 – „Hilfe, dä Baum brennt!"

Schluss mit Friede, Freude und Eierkuchen unter dem Weihnachtsbaum, denn im SCHÄNGEL ist die Hölle los. Ein tragischer Unfall überschattet die letzten Tage vor Weihnachten und an diesem Unfall scheint die Freundschaft von Willi und Ernst auf der einen Seite und Heinz auf der anderen zu zerbrechen. Heinz kündigt seine Stammgastmitgliedschaft im SCHÄNGEL und eröffnet seine eigene Kneipe „Bäi Heinz“. Das er in seiner Kneipe der beste Gast ist, versteht sich von selbst. Aber das er Besuch von zwei merkwürdigen Gästen erhält, die sein Leben auf den Kopf stellen, damit konnte nun wirklich keiner rechnen. Ob Heinz den Weg zurück in seinen geliebten SCHÄNGEL findet, bleibt abzuwarten. Aber für Spannung und beste Unterhaltung ist auch im 5. Teil des Soap-Musicals in Kowelenzer Mundart gesorgt.
ZUM SCHÄNGEL – Folge 6 – „Die Flut oder "Ons stieht dat Wasser bes zom Hals!"

Die zwei Rentner WILLI & ERNST stehen am Deutschen Eck und ihr Blick auf die beiden Flüsse verheißt nichts Gutes. „Dat seht nit good aus!“ - „Do sähsde wat.“ – “Huhwasser“
Und das so kurz vor Weihnachten. Da diese Flut schlimmer zu werden droht als alles bisher Dagewesene, flüchten sich alle Bewohner der Schängelstadt in höhergelegene Häuser und Wohnungen, oder zumindest in den 1. Stock. Selbst der SCHÄNGEL muss evakuiert werden und so verschlägt es die Stammgäste der Kneipe in „däm ERNST säin Haus“, denn irgendwo muss man ja gemütlich sein Pils trinken können, auch wenn einem das Wasser „bes zom Halse stieht.“ Das diese Situation die Suche nach den Entführern eines angesehenen Kowelenzer Bankmanagers nicht erleichtert, versteht sich von selbst. Und so scheint es das auch in diesem Jahr von vorweihnachtlicher Ruhe im SCHÄNGEL keine Rede sein kann.

In memoriam „Lindenstrasse“ und anderer Soap-Klassiker wagen sich die Macher von ZUM SCHÄNGEL nach den großen Erfolgen der Folgen 1-5 nun an den 6. Teil der Kneipen-Saga rund um die beiden Rentner WILLI & ERNST.

Auch in diesem Jahr heißt es wieder:
„Nit lang schwaade, laade!“
ZUM SCHÄNGEL – Folge 7 – „Roman und Julia“

Es ist Sommer und die beiden Rentner WILLI & ERNST machen sich auf den Weg nach Italien, denn Urlaub muss sein, das gilt auch für Ruheständler. Doch sie reisen natürlich nicht allein. Im Gepäck: dem Ernst seine Tochter Julia. Ihr gemeinsames Ziel: ein Campingplatz in der Nähe von Verona. In der Hoffnung viele Italiener zu treffen, um sie mit dem WM Debakel ihrer Mannschaft in Südafrika aufziehen zu können, schlagen sie ihre Zelte auf. Doch bis auf das Personal des Camping-Platzes scheint hier nichts italienisch zu sein. Denn in direkter Nachbarschaft campiert zu ihrer Rechten eine Familie aus Kaiserslautern mit ihrem Sohn Roman und zu ihrer Linken ein Mainzer Kulturliebhaber. Und wie es das Schicksal so will, verliebt sich Julia sofort in Roman, der ihre Liebe auch noch erwidert. Das passt Ernst gar nicht, denn es kann natürlich nicht angehen, dass seine Tochter mit dem Erzfeind auf Schmusekurs geht. Und so scheint sich der geplante Traumurlaub ganz schnell zu einem Drama zu entwickeln.
Nach dem großen Erfolg der Open-Air-Produktion „En Kowelenzer Sommernachtstraum“ widmet sich Zimmer’s Theater in der neuen Open-Air-Aufführung dem wohl bekanntesten Liebesdrama Shakespeares, „Romeo & Julia“ und zeigt, dass es gar nicht viel bedarf, um aus einem Drama eine Komödie zu machen. Koblenz und die TuS, der 1. FC Kaiserslautern und die Palz, die Landeshauptstadt Mainz, die große und die kleine Politik und insbesondere die Menschen aus den Regionen des Landes sorgen dafür, dass, wie bei den Produktionen von ZUM SCHÄNGEL üblich, das Lachen im Vordergrund steht.